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14. Januar - 5. Februar 2012    

Ausstellung "Dipol"


                   

Ohne Spannung keine Kunst! Dieses gemeinsame Credo verkünden Hanka Lee (Brüssel) und Dorothea Gräbner (Frankfurt am Main). Yin und Yang sind die Kräfte, denen die aus Korea stammende Künstlerin den Farben Blau und Rot bzw. Schwarz und Weiß zuordnet. Die Kraft ihrer weitgehend abstrakten Arbeiten speist sich aus dem Zusammenwirken von Gegensätzen. In Dorothea Gräbners gegenständlichen Arbeiten (Nomadenportraits Skulpturen, Objekte) wirkt Spannung ebenfalls - in anderer Weise.




11. Februar - 12. März 2012    

Ausstellung "Schuideiwel - In Wahrheit ist die Wirklichkeit ganz anders"


                        

Raimund Schui ist einer der bedeutenden Realisten in Deutschland. Er malt im Stil des Phantastischen Realismus. Seine Gemälde und Zeichnungen wurden bis heute in etwa 50 Einzelausstellungen (Deutschland, Europa und USA) präsentiert. Bekannt wurde er auch durch seine Arbeiten für Amnesty International, Terre des Hommes und Unicef- Deutschland, sowie durch TV-Berichte in der ARD, im Hessischen Rundfunk und bei RTL. "Raimund Schui versteht sich als Provokateur, der realistischen Malweise verpflichtet. Er will den Blick auf das lenken, was andere übersehen." (Frankfurter Rundschau)

Bildgedanken von Alexander Diensberg SAC (Societas Apostolatus Catholici)
Selbsternannte Propheten haben es schwer. Sie wissen, wie die Einsamkeit schmeckt und was es heißt, geächtet zu sein. Sie sagen schlicht, was sie meinen, sagen zu müssen, und wehren sich gegen jedwede Form der Vereinnahmung von links oder rechts. Aber nur die Selbsternannten (die Bibel nennt sie auch die von Gott gerufenen) taugen. Die Vorzeigbaren jedoch, die Gelobhudelten und wegen ihrer ausgleichenden Persönlichkeit gefeierten, verändern die Welt nicht.

Die arme geschändete Kreatur aber braucht keine ausgleichende Gerechtigkeit, sie braucht, dass man Partei für sie ergreift. Das hat seinen Preis. Ob Raimund Schui ein Prophet ist? Keine Ahnung...Aber die Figuren seiner Bilder, Menschen wie Tiere sind Propheten!

In Brecht‘scher Manier treten sie aus dem Spiel heraus und kommen - meist im Pulk - an den Rand der Bühne, um das Spiel zu unterbrechen. Da stehen sie und schauen uns an: lüstern, traurig, einsam, verloren, gierig, giftig, zur Gewalt bereit, bereit, sich in die barmherzigen Arme des Todes zu werfen. Immer aber, immer schaut aus ihren Augen der Durst! Am Abend, wenn sie keiner mehr betrachtet, legen sie ihre Kostüme ab und weinen. Weil wir ihnen so wenig Beachtung geschenkt haben, meinen sie. Dabei wollen sie uns doch nur sagen, wie schön, wie gefährdet das Leben ist und wie bitter nötig Fürsprecher sind. Sie weinen, bis eine von ihnen zu Tische bittet. Bilder können die Welt nicht verändern. Nur Menschen können die Welt verändern. Aber Bilder können Menschen verändern. Schuis Bilder spotten jeder Beschreibung, sie wollen Taten sehen. Und sie tun uns einen Dienst, in dem sie uns das Mitleid lehren.
Making Blues, das sind Ignaz Netzer (voc, g, harp), Albert Koch (voc, harp). Neben der unüberschaubaren Masse an elektrischen Bands in der europäischen Bluesszene gibt es wenige Musiker, die das Wagnis eingehen, unplugged den Wurzeln des Blues nachzugehen - back to the roots. Doch der Publikumserfolg gibt all jenen Recht, die bewusst auf technischen Schnickschnack verzichten und - lediglich mit akustischer Gitarre, Harmonika und Gesang, der Ur-Besetzung des Blues - von der ersten Sekunde an klarmachen, wo`s langgeht: Blues pur, mitreißend, unverfälscht und schweißtreibend.

Ignaz Netzer und Albert Koch vertreten genau diese Linie. Beide sind seit Jahren befreundet und nach vereinzelten gemeinsamen Konzerten in deutschen Clubs reifte Ende 1998 der Gedanke für eine permanente Zusammenarbeit. Im Vordergrund steht die Spiellaune, welche nach wenigen Takten das Publikum erfasst und mitwippen lässt. Spätestens nach ihrem ersten „Two Harp Boogie" kennt die Begeisterung keine Grenzen: Mitsingen, mitklatschen, mitmachen ist angesagt. Brownie Mcghee, Sonny Terry, Blind Boy Fuller hätten ihre Freude daran gehabt.

Dass zeitgenössische Themen im Blues hervorragend verarbeitet werden können, beweisen die Eigenkompositionen von Netzer & Koch, so z. B. Netzers vehemente Kampfansage an alle Neonazis in seinem Song „Brown Monkeys".

Albert Koch (geb. 1959) erzeugt auf seinem 15cm langen Instrument eine Power, die mancher mehrköpfigen Combo zur Ehre gereichen würde und widerlegt all jene, die dieses Instrument immer noch ausschließlich in Pfadfinderkreisen vermuten. Früh beeinflusst von der Harmonika Sonny Terrys, beherrscht er alle traditionellen Spielweisen dieses Instruments. Seine heutige Liebe gehört der modernen Bluesharp und diese eigentümliche Mischung aus Tradition und Moderne kreiert eine selten zu hörende Klangvielfalt.

Albert Koch ist ein sehr gefragter Sideman und arbeitete als Harpspieler und Sänger mit vielen Größen der deutschen und internationalen Szene wie Angela Brown, Louisiana Red, Jan Harrington, Jean Carroll oder Eddie Taylor. Er veröffentlichte mit den unterschiedlichsten Formationen 9 CDs.


3. - 25. März 2012    

Ausstellung Schulen des Hochtaunuskreis "Zauber"


                   

Arbeiten aus dem Kunstunterricht der weiterführenden Schulen des Hochtaunuskreises zu diesem Thema, das von den Kunstlehrern ausgesucht wird.

Es beteiligen sich Schüler folgender 14 Schulen:
Bad Homburg: Humboldtschule, Maria-Ward-Schule, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, Gesamtschule am Gluckenstein
Friedrichsdorf: Philipp-Reis-Schule
Königstein: Taunusgymnasium, Bischof-Neumann-Schule
Kronberg: Altkönigschule
Neu-Anspach: Adolf-Reichwein-Schule
Oberursel: Gymnasium Oberursel, Erich-Kästner-Schule, Helen-Keller-Schule, Feldbergschule
Weilrod: Max-Ernst-Schule

Die weiterführenden Schulen werden sich mit Werkserien aus den drei Altersstufen Unter-, Mittel- und Oberstufe beteiligen. Eine Fachjury wird anonym die besten Arbeiten auswählen. Die Jurymitglieder sind:
Jakob Sturm (Basis Frankfurt)
Barbara Meyer (2. Vorsitzende Landesverband der Jugendkunstschulen in Hessen e.V.)
Esther Walldorf M.A. (Mitglied im künstlerischen Beirat von Artlantis).

Der Hochtaunuskreis bietet als Anreiz allen teilnehmenden Schulen eine finanzielle Startförderung und trägt durch die Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung die Dotierung der Preise für die besten ausgewählten Arbeiten. Es werden drei 1. Preise im Wert von jeweils ca. 500,- Euro für kunstpädagogische Maßnahmen ausgelobt. Als 2. Preise werden drei Gutscheine für den Kauf von Künstlermaterialien im Fachhandel vergeben, woran sich die Firma Boesner, Großhandel für Künstlerbedarf, als Sponsor beteiligt.

Hinzu kommt als Sonderpreis für eine Lehrkraft die Teilnahme an einem Künstler-Workshop der ALTANA-Kulturstiftung. Mit diesem zusätzlichen Angebot beteiligt sich die ALTANA-Kulturstiftung dankenswerterweise an dem Projekt „Kunst aus Schulen“. Darüber hinaus kauft der Hochtaunuskreis einige Arbeiten aus der Ausstellung für seine Kunstsammlung an.

Die Wettbewerbskonzeption soll den engagierten Kunstunterricht nachhaltig fördern. Die Gemeinschaftsausstellung und die gesteigerte Aufmerksamkeit durch den Wettbewerb dienen der öffentlichen Wertschätzung von junger Kunst und der Bedeutung des Kunstunterrichts.