Eröffnungsfest Freitag, 06. Mai 2011, 20:00 Uhr,
mit Country-Folk der Sacred Blues Band.
Zur Kunst spricht Stefanie Bickel M.A.
Arbeiten von
Antje Fuss, Bonn In den neuesten Arbeiten der Sparten Malerei, Zeichnung, Collage und Objekt wird das Thema der Künstlerin, die Verbindung von Irdischem und Überirdischem, immer deutlicher:
Zustände und Zusammenhänge die sich vor allem erahnen lassen, treffen auf die klar erkennbaren Dinge einer real-irdischen Ebene. Dadurch löst sich die Welt des Realen aus klaren Sinnzusammenhängen auf und findet neue. Der Blick auf unsere vermeintlichen Wahrheiten wird auf den Kopf gestellt.
Zur Musik: Wer 2010 das Glück hatte, die
"Sacred Blues Band" bei einem der schönen Sommer-Events live zu sehen, rieb sich vielleicht verwundert die Augen. In einem Land, in dem Tom Astor, Truckstop und The Boss Hoss als Speerspitze des deutschen Country begriffen werden und Gunter Gabriel ungestraft als Freund von Johnny Cash durchgeht, hört man solch authentische Klänge eher selten. „Ich bin mir schon bewusst, wo ich lebe und will auch gar nicht vorgeben, was anderes zu sein, als ich bin“, sagt der Sänger und Songschreiber der Sacred Blues Band, Wolf Schubert-K., unmissverständlich und unterstreicht den „universellen Anspruch“ seiner Musik. Die will er weder in Nashville, Tennessee, noch Tucson, Arizona, verortet sehen, sondern immer ganz nah bei sich selbst, in Frankfurt, Germany.
Mit der noch selbst gebrannten Ur-Version des Albums „Sacred Blues“ ging Wolf Schubert-K. auf die Straße, spielte – ausgerüstet mit einem kleinen Verstärker – auf Frankfurts Zeil oder in den Altstädten von Heidelberg und Marburg, verkaufte seine CD dort für 10 Euro. Parallel reifte die Idee der Sacred Blues Band, die Suche nach seelenverwandten Musikern begann. Die Rhythmussektion war gesetzt,
mit den alten Cosmic-Twins-Mitstreitern Dirk Rucker (Bass) und Stefan Myschor (Schlagzeug, Percussion). Mit Mathias „Muli“ Müller traf Wolf Schubert-K. nach zehn Jahren einen Musiker wieder, der nach seiner Deutsch-Rock-Vergangenheit mit Jocco Abendroth musikalisch eine ähnliche Entwicklung eingeschlagen hatte, und der mit Gitarre, Dobro, Mandoline und Fiddle bestens ins Soundkonzept der Sacred Blues Band passte.
Die Überraschung im Line-up ist Rebecca Berg, die an der Hochschule in Frankfurt studiert und auch im Jazz zuhause ist. Wenn man sie die zweite Stimme singen hört, glaubt man kaum, dass sie absolute Country-Novizin ist. Auch ihr Klavierspiel ließ sich mühelos einbinden, wie überhaupt alles – wie die Amerikaner es ausdrücken würden – aufs richtige Plätzchen fiel. Die Resonanz auf die ersten Auftritte war auch deshalb so positiv, weil jedem Zuhörer auf Anhieb bewusst war, hier eine Band zu hören, die es so kein zweites Mal gibt. Denn wer in Deutschland vermag, so „ laid back“ zu spielen wie die Sacred Blues Band? Sie spüren schon – das ist eine rein rhetorische Frage...